Bevor die Präparation beginnt, sollte das gewünschte Endergebnis klar definiert sein. Hilfsmittel wie diagnostische Wax-ups und Mock-ups ermöglichen eine sichere und vorhersehbare Rehabilitation, verbessern die Patientenkommunikation und dienen als Orientierung für eine minimalinvasive Präparation bei maximalem Erhalt der Zahnsubstanz.
Bei bestehenden Kompositrestaurationen empfiehlt sich deren vollständige Entfernung vor der Veneerpräparation, da die Langlebigkeit von Veneers maßgeblich von einer zuverlässigen adhäsiven Befestigung abhängt. Unterschnitte können anschließend mit frischem fließfähigem oder injizierbarem Komposit ausgeblockt werden. Bei mehreren oder größeren Restaurationen kann eine etwas umfangreichere Präparation sinnvoll sein.
Die Präparationsgrenzen von Veneers sollten möglichst auf gesunder Zahnsubstanz liegen. Die Platzierung auf bestehenden Kompositrestaurationen wird zwar diskutiert, ist jedoch bislang nur begrenzt wissenschaftlich belegt. Eine Deep Margin Elevation kann die Abformung und adhäsive Befestigung erleichtern, sollte jedoch gezielt eingesetzt werden. Zudem sollten die Präparationsgrenzen außerhalb von Okklusions- und Approximalflächen liegen.